Hagen setzt auf Digitalisierung, um CO₂-Emissionen in der Industrie zu senken

Nina Bauer
Nina Bauer
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Ein Plakat mit Text und einem Logo, das "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030" lautet und für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 wirbt.Nina Bauer

Hagen setzt auf Digitalisierung, um CO₂-Emissionen in der Industrie zu senken

Ein neues Digitalprojekt in Hagen hilft örtlichen Betrieben, CO2-Emissionen durch bessere Energiedaten zu senken. Unter dem Namen klimakommune.digital verbindet die Initiative digitale Werkzeuge mit Klimaschutzmaßnahmen im industriellen Sektor der Stadt. Vier mittelständische Unternehmen haben bereits Sensoren installiert, um ihren Energieverbrauch und ihre Emissionen in Echtzeit zu erfassen.

Federführend ist das Future Energy Lab, das im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie handelt. Zu den Partnern zählen das Kompetenzzentrum für Energieeffizienz durch Digitalisierung (KEDi), der lokale Energiedienstleister ENERVIE sowie die vier beteiligten Firmen: Härte Technik Hagen, KB Schmiedetechnik, Federnwerke Grüber und RUD-SCHÖTTLER.

Das Projekt folgt einem klaren Vier-Stufen-Plan: Zunächst erfassen Sensoren Energiedaten in den Betriebsabläufen. Anschließend werden die Informationen gesammelt und auf einer Urban Data Platform zugänglich gemacht. Analysten werten die Daten dann aus, um Ineffizienzen und Einsparpotenziale zu identifizieren. Abschließend werden die Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt, um den Energieeinsatz zu optimieren und Emissionen zu reduzieren.

Ein zentrales Element ist die öffentliche Transparenz: Der CO2-Ausstoß jedes Unternehmens wird auf der Plattform angezeigt, sodass Fortschritte nachvollziehbar sind. Dies soll andere Betriebe motivieren, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen. Das Projekt zeigt zudem, wie die gebündelte Expertise von Energieversorgern, Forschern und Kommunalverwaltung digitale Klimalösungen für die Industrie wirksam macht.

Der Pilotversuch in Hagen demonstriert, wie digitale Tools Klimaziele in der Produktion unterstützen können. Durch die Erfassung von Emissionen und den Austausch bewährter Verfahren hilft das Projekt kleinen und mittleren Unternehmen, nachhaltiger zu wirtschaften. Das Modell könnte als Blaupause für andere Kommunen dienen, die Digitalisierung und industriellen Klimaschutz verbinden möchten.

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