Sechs NRW-Städte starten digitale Plattform Urban Stack für smarte Datenlösungen

Sophia Franke
Sophia Franke
2 Min.
Eine belebte Stadtstraße mit Autos, Fußgängern, Gebäuden, Verkehrsampeln, Schildern, Bäumen und einem bewölkten Himmel.Sophia Franke

Sechs NRW-Städte starten digitale Plattform Urban Stack für smarte Datenlösungen

Sechs Kommunen in Nordrhein-Westfalen haben sich zusammengeschlossen, um eine neue digitale Plattform namens Urban Stack zu starten. Das von Gütersloh entwickelte System soll Städten helfen, Daten auszutauschen und gemeinsam digitale Dienstleistungen aufzubauen. Das Projekt hat bereits auf Smart-City-Veranstaltungen in ganz Deutschland Aufmerksamkeit erregt.

Die Städte Gütersloh, Verl, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg und Detmold sowie der Kreis Gütersloh haben eine Kooperationsvereinbarung zur Nutzung des Urban Stack unterzeichnet. Jede teilnehmende Kommune zahlt eine einmalige Gebühr von 5.000 Euro für die technische Einrichtung und die Integration von Sensoren während der Pilotphase. Bisher haben sich keine weiteren deutschen Städte offiziell der Initiative angeschlossen.

Die Plattform konzentriert sich zunächst auf die Erfassung sensorbasierter Daten, insbesondere Wetterinformationen. Sie umfasst zudem ein Open-Data-Portal, über das die Öffentlichkeit auf bestimmte Datensätze zugreifen kann. Ein zentrales Merkmal ist, dass jede Stadt die volle Kontrolle über ihre Daten behält und selbst entscheidet, wer sie einsehen oder nutzen darf.

Nach dem Ende der Pilotphase im Jahr 2026 soll der Urban Stack zu einer eigenständigen juristischen Einheit werden. Ziel ist es, eine gemeinsame digitale Infrastruktur zu schaffen, die die Abhängigkeit von externen Technologieanbietern verringert. Städte, die das System nutzen, können gemeinsam neue Anwendungen entwickeln und dabei ihre Unabhängigkeit wahren.

Der Urban Stack wird bereits auf Digitalkonferenzen präsentiert und stößt bei anderen Regionen auf Interesse. Vorerst werden die sechs Partnerkommunen die Möglichkeiten der Plattform bis 2026 testen. Bei Erfolg könnte das Projekt bundesweit Schule machen.

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