Förderschulen in NRW kämpfen um Personal und Platz für Ganztagsbetreuung
GEW-Umfrage zu Förderschulen in der Betreuung deckt gravierende Defizite auf - Förderschulen in NRW kämpfen um Personal und Platz für Ganztagsbetreuung
Förderschulen in Nordrhein-Westfalen kämpfen mit Personal- und Platzmangel – Monate vor Inkrafttreten eines neuen Gesetzes
Ab Sommer 2026 haben in Deutschland alle Erstklässler, einschließlich derer an Förderschulen, einen gesetzlichen Anspruch auf ganztägige Betreuung. Doch bereits jetzt können viele Schulen die Nachfrage nach freiwilligen Nachmittagsangeboten nicht decken.
Aktuell müssen 42 Prozent der NRW-Förderschulen mit verpflichtendem Ganztagsbetrieb mindestens eine Nachmittagsstunde pro Woche streichen oder ganz ausfallen lassen. Der Mangel geht vor allem auf fehlendes qualifiziertes Personal zurück: Rund 1.100 Stellen für Sonderpädagog:innen sind unbesetzt. Auch Fachlehrkräfte fehlen, was die Situation zusätzlich verschärft.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert dringend Gegenmaßnahmen. Sie setzt sich für eine Ausweitung der Ausbildungsplätze in Sonderpädagogik und Fachdidaktik ein, ebenso wie für mehr multiprofessionelle Teams und bessere räumliche Bedingungen. Langfristig soll an allen Förderschulen der verpflichtende Ganztagsbetrieb eingeführt werden.
Doch selbst die freiwillige Offene Ganztagsschule (OGS) steht unter Druck. Die Kapazitäten reichen bereits jetzt nicht aus – wie die Schulen die gesetzliche Verpflichtung ab kommendem Jahr bewältigen sollen, ist unklar.
Ohne zusätzliche Personal- und Sachmittel drohen den Förderschulen in NRW erhebliche Schwierigkeiten, die Vorgaben bis 2026 zu erfüllen. Die Vorschläge der GEW zielen auf eine Entlastung, doch die Zeit wird knapp. Die Schulen brauchen massive Unterstützung, um die geforderte ganztägige Betreuung für alle anspruchsberechtigten Kinder sicherzustellen.
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