Vom Kohlekraftwerk zum Digital-Hub: Frimmersdorfs radikaler Wandel beginnt

Sophia Franke
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Teilweise abgerissener Bau mit verstreuten Ziegeln und Metallstangen, mit anderen Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.Sophia Franke

Platz für das Neue: Kühlturm des Braunkohlekraftwerks explodiert - Vom Kohlekraftwerk zum Digital-Hub: Frimmersdorfs radikaler Wandel beginnt

Am Standort des Kraftwerks Frimmersdorf im rheinischen Revier vollzieht sich ein tiefgreifender Wandel. Ein 117 Meter hoher Kühlturm, einst Teil des stillgelegten Blocks Q, wurde mit kontrollierten Sprengungen abgerissen. Auf dem 70 Hektar großen Gelände entsteht nun ein "Digital- und Innovationshub" für Industrie, Handel und öffentlichen Dienst.

Der Kühlturm, im Volksmund "Die Quelle" genannt, gehörte zu Block Q, der 2021 endgültig vom Netz ging. Sein Abriss markiert den Startschuss für ein umfassendes Umnutzungskonzept. Bis Mitte 2028 sollen sämtliche Anlagen im nördlichen Bereich – darunter die Blöcke P und Q – zurückgebaut werden.

Das zentrale Kraftwerksgebäude wird künftig als Rechenzentrum für IT.NRW, die IT-Behörde des Landes, genutzt. Geplant ist zudem ein Innovations- und Bildungscampus mit Fokus auf IT-Sicherheit für die öffentliche Verwaltung. Ein "Erlebnispfad Braunkohle" soll Besucher durch die Geschichte des Rohstoffs führen – von der Anlieferung bis zur Stromerzeugung.

Sobald der nördliche Teil geräumt ist, starten im südlichen Abschnitt zwei weitere Industrie- und Wirtschaftsprojekte. Diese Entwicklungen sollen ab etwa 2028 folgen und den Wandel des Standorts von der Braunkohleförderung hin zu digitaler und industrieller Nutzung abschließen.

Das ehemalige Kraftwerk wird künftig Technologie-, Bildungs- und Gewerbeprojekte vereinen. Ziel der Umnutzung ist die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Unterstützung des Strukturwandels in der Region weg vom Braunkohleabbau. Die erste Abrissphase läuft bereits, weitere Bauvorhaben sollen in den kommenden Jahren folgen.

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