BVB steht vor 22-Millionen-Loch nach Champions-League-Aus gegen Atlético Madrid
BVB steht vor 22-Millionen-Loch nach Champions-League-Aus gegen Atlético Madrid
Borussia Dortmunds Aus in der Champions League hinterlässt ein Finanzloch von bis zu 22 Millionen Euro
Die Niederlage gegen Atlético Madrid am 13. März 2024 beendete nicht nur die europäische Saison des BVB, sondern warf auch die finanziellen Planungen des Vereins für die laufende Spielzeit über den Haufen. Vor dem Viertelfinal-Aus hatte Dortmund mit Einnahmen aus der Champions League in Höhe von 50 bis 70 Millionen Euro gerechnet. Allein das Erreichen des Achtelfinals hätte eine Prämie von 11 Millionen Euro eingebracht – zusätzlich zu weiteren garantierten Erlösen. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023/24 war von einem Überschuss von 5 Millionen Euro bis zu einem Verlust in gleicher Höhe ausgegangen, vorausgesetzt, der Verein wäre im Wettbewerb weitergekommen.
Sportdirektor Sebastian Kehl räumte ein, dass der Klub seinen Haushalt maßgeblich auf die Einnahmen aus der Champions League ausgelegt hatte. Die frühe Elimination bezeichnete er als herben Rückschlag und sprach von einem "extrem enttäuschenden" Ergebnis. Da auch im DFB-Pokal bereits Schluss ist, bleibt Dortmund als einziges Saisonziel noch die Bundesliga, in der die Mannschaft aktuell auf Platz zwei liegt – acht Punkte hinter dem Spitzenreiter FC Bayern München.
Die finanzielle Belastung kommt nach einer Saison, in der der BVB kurzfristige Liquidität und Investitionen in den Kader Vorrang vor langfristigen Projekten eingeräumt hatte. Das vorzeitige Ausscheiden aus der Champions League zwingt den Verein nun zu einer Neuausrichtung dieser Pläne.
Der Klub muss sich nun auf geringere Einnahmen einstellen, wobei die Verluste auf bis zu 22 Millionen Euro anwachsen könnten. Die Bundesliga-Platzierung bleibt die einzige Chance auf einen Titel in dieser Saison. Um die Lücke durch die ausgebliebenen europäischen Erträge zu schließen, werden finanzielle Anpassungen unvermeidbar sein.
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