Islamischer Unterricht in NRW zeigt Erfolge – doch Tausende bleiben ausgeschlossen
Islamischer Unterricht in NRW zeigt Erfolge – doch Tausende bleiben ausgeschlossen
Islamischer Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen zeigt positive Effekte – doch das Angebot bleibt begrenzt
Der islamische Religionsunterricht (IRU) in Nordrhein-Westfalen erweist sich für Schülerinnen und Schüler als gewinnbringend, doch der Zugang ist nach wie vor eingeschränkt. Ein aktueller Bericht fordert eine landesweite Ausweitung des Angebots, um mehr der rund 500.000 muslimischen Kinder und Jugendlichen in der Region zu erreichen. Bisher nehmen nur 32.000 Schülerinnen und Schüler am Unterricht teil – eine deutliche Lücke in der Versorgung.
Der IRU wird derzeit lediglich an 247 Schulen in Nordrhein-Westfalen angeboten und von 332 qualifizierten Lehrkräften unterrichtet. Die begrenzte Verfügbarkeit steht im starken Kontrast zur Nachfrage: Die meisten teilnehmenden Schüler beschreiben die Stunden als relevant, motivierend und bereichernd. Umfragen zeigen zudem, dass eine längere Teilnahme am IRU das religiöse Wissen fördert und starre Glaubensauslegungen verringert.
Der Bericht benennt strukturelle Herausforderungen, darunter einen Mangel an Lehrpersonal und eine ungleiche Verteilung der Kurse. Zur Qualitätssteigerung empfiehlt er eine breitere Ausbildung der Lehrkräfte, insbesondere im interreligiösen Dialog. Kritiker monieren jedoch, ob die islamischen Verbände, die den IRU verantworten, die Vielfalt der Community ausreichend repräsentieren, und fordern eine inklusivere Steuerung.
Bildungsministerin Dorothee Feller (CDU) unterstützt die geplante Ausweitung und betont die Rolle des IRU dabei, Schülerinnen und Schülern eine kritische Auseinandersetzung mit Inhalten aus sozialen Medien zu ermöglichen. Das Fach, das auf Deutsch unterrichtet wird, wird im Schuljahr 2024/25 in elf Bundesländern angeboten und erreicht bundesweit über 81.000 muslimische Schülerinnen und Schüler. Das nordrhein-westfälische Modell ist Teil dieser übergreifenden Initiative, wobei der Bericht keine vergleichenden Angaben zu anderen Ländern macht.
Um die Defizite zu beheben, schlägt die Studie vor, den IRU auf alle Schulformen auszuweiten, die Personalsituation zu verbessern, die Lehrpläne zu aktualisieren und die organisatorische Unterstützung zu stärken. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die langfristige Wirksamkeit und eine breitere Zugänglichkeit des Unterrichts zu sichern.
Die Forderung nach einer Ausdehnung des IRU kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Daten seine positiven Auswirkungen auf das Islamverständnis der Schüler und ihre Auseinandersetzung mit modernen Herausforderungen belegen. Da bisher nur ein Bruchteil der berechtigten Schülerinnen und Schüler teilnimmt, sollen die vorgeschlagenen Reformen diese Lücke schließen. Würden sie umgesetzt, wären die Änderungen ein bedeutender Schritt zur stärkeren Verankerung des Religionsunterrichts im deutschen Schulsystem.
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