Streit um Ohligser Verkehrspläne: 170 Parkplätze in Gefahr – und jetzt?

Sophia Franke
Sophia Franke
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Zwei große Gebäude auf beiden Seiten einer Straße mit einer Menge Menschen dazwischen, Stände im Erdgeschoss, einige Mülltonnen, ein Mann auf einem Fahrrad und geparkte Autos auf der gegenüberliegenden Seite.Sophia Franke

Streit um Ohligser Verkehrspläne: 170 Parkplätze in Gefahr – und jetzt?

Die Pläne zur Umgestaltung der Zufahrtswege im Ohligser Stadtzentrum sind auf Widerstand gestoßen, nachdem der Bezirksrat eine entscheidende Abstimmung vertagt hat. Bezirksbürgermeister Thomas Westkämper kritisierte die Vorschläge scharf und warnte, dass dadurch bis zu 170 Parkplätze wegfallen und die ohnehin schon wirtschaftlich angeschlagenen lokalen Unternehmen weiter belastet werden könnten.

Die Verzögerung betrifft Änderungen im Rahmen des Cityring-Umbaus sowie einer neuen Fahrradroute. Die Verwaltung drängt auf eine Entscheidung im Februar, um den aktualisierten Fahrplan bis zum 14. Juni umsetzen zu können.

In der Sitzung des OAM-Bezirksrats bezeichnete Westkämper die aktuellen Pläne als "Relikt aus der rot-grünen Ära" und lehnte eine Unterstützung ohne grundlegende Überarbeitung ab. Sein Argument: Der Verlust von etwa 70 Parkplätzen durch den Cityring-Umbau und weitere 100 durch die Fahrradroute würden dem Ohligser Einzelhandel schaden. "Parkplätze einfach zu streichen, ist keine gute Politik", betonte er und warf der Stadtverwaltung vor, das Problem zu verharmlosen.

Die CDU-Fraktion schloss sich seinen Bedenken an und nannte die vorgeschlagenen Verkehrskonzepte in ihrer jetzigen Form "inakzeptabel". Sie forderte Änderungen am lokalen Verkehrsplan, bevor eine Zustimmung in Frage komme. Westkämper pochte zudem auf einen breiteren Dialog mit Gewerbetreibenden und Anwohnern und bestand darauf, dass "konsensbasierte Lösungen" Vorrang vor Tempo haben müssten.

Trotz seiner Kritik signalisierte Westkämper Gesprächsbereitschaft. Er versprach, einen "vernünftigen Kompromiss" zu finden, der die Interessen von Autofahrern, Radfahrern und Händlern gleichermaßen berücksichtigt. Die Verwaltung hingegen hält an der Frist für eine Februar-Entscheidung fest, um die Änderungen rechtzeitig zum Fahrplanwechsel im Juni umsetzen zu können.

Die Vertagung lässt die Zukunft der Ohligser Zufahrtswege ungewiss. Ohne Einigung bleiben der geplante Umbau und die Fahrradroute auf Eis, während die Händler weiter mit Unsicherheit über die Parkplatzsituation leben müssen. Die nächsten Schritte hängen davon ab, ob überarbeitete Vorschläge sowohl bei der CDU als auch bei den betroffenen Unternehmen auf Zustimmung stoßen.

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