EU-Projekt ODYSSEV revolutioniert Hochvolt-Antriebe für Elektroautos aus Dortmund
EU-Projekt ODYSSEV revolutioniert Hochvolt-Antriebe für Elektroautos aus Dortmund
Ein neues, von der EU finanziertes Projekt nimmt sich zentraler Herausforderungen in der Elektrofahrzeugtechnologie an. Forscherinnen und Forscher der Fachhochschule Dortmund leiten die Initiative ODYSSEV, die Hochvolt-Antriebssysteme für Elektroautos entwickeln soll. Ziel des Projekts ist es, die Einführung fortschrittlicher Ladelösungen zu beschleunigen und gleichzeitig höhere Sicherheitsstandards zu gewährleisten.
Das ODYSSEV-Projekt startete offiziell Anfang 2026 mit einer Auftaktveranstaltung in Zaragoza. Gefördert wird es im Rahmen des EU-Programms Horizon Europe und läuft über 42 Monate. Zum Team gehören akademische Partner sowie führende Industrieunternehmen wie Mitsubishi Electric Europe und ZF Friedrichshafen.
Im Mittelpunkt stehen die Bewältigung technischer Hürden in Hochvoltsystemen, etwa Anforderungen an die Isolierung, Grenzen von Halbleitern und die Wärmeentwicklung in Batterien beim Schnellladen. Durch den Betrieb mit höheren Spannungen lassen sich Energieübertragung und Ladegeschwindigkeit verbessern – bei dünneren Kabeln und geringeren Wärmeverlusten.
Die Wissenschaftler setzen digitale Werkzeuge wie Modellierung und Simulation ein, um Konstruktionen zu optimieren, bevor physische Tests erfolgen. Die Arbeit umfasst die gesamte Entwicklungsphase – von fortschrittlichen Halbleitern bis zu deren Integration in Komponenten wie Bordladegeräte und Traktionswechselrichter. Ein erster Prototyp soll bald auf der Teststrecke LaSiSe in Selm erprobt werden; das nächste Koordinationstreffen findet im Juni an der Fachhochschule Dortmund statt.
ODYSSEV ist Teil einer breiter angelegten EU-Strategie, um Europa an der Spitze der Antriebstechnologie für Elektroautos zu halten. Gleichzeitig unterstützt die Initiative Klimaziele durch die Entwicklung sauberer Transportlösungen.
Die Projektergebnisse könnten die Zukunft des Ladens und der Effizienz von Elektroautos prägen. Mit laufenden Tests und etablierter Industriezusammenarbeit liegt der Fokus nun auf der Verfeinerung der Prototypen und der Festlegung neuer Sicherheitsstandards. Die Erkenntnisse könnten maßgeblich beeinflussen, wie sich Hochvoltsysteme in der Automobilbranche durchsetzen.
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