Stuttgart baut Kita-Plätze aus – trotz sinkender Kinderzahlen
Stuttgart baut Kita-Plätze aus – trotz sinkender Kinderzahlen
In Stuttgart ist die Zahl der kleinen Kinder rückläufig, doch das Angebot an Kinderbetreuung wird weiter ausgebaut. Zum Stichtag 30. September 2025 lebten in der Stadt 1.067 Kinder weniger im Alter von null bis sechs Jahren – insgesamt waren es noch 33.336 in dieser Altersgruppe. Trotz dieses Rückgangs hat Stuttgart in den vergangenen zehn Jahren Tausende neue Betreuungsplätze geschaffen und plant weitere Steigerungen in den kommenden Jahren.
Seit dem Kindergartenjahr 2015/2016 sind in Stuttgart über 5.900 zusätzliche Betreuungsplätze entstanden. Allein im Rahmen des Starter-Projekts – Schulstart in Stuttgart kamen bis zum Ende des Zeitraums 2025/2026 weitere 1.200 Plätze hinzu. Die Stadt wird ihr Ziel von 40 Prozent Betreuungsquote für Unter-Dreijährige (U3) in diesem Jahr voraussichtlich übertreffen: Die Prognosen sehen einen Anstieg auf 40,8 Prozent bis zum Ende des Kindergartenjahres 2026/2027 vor.
Bei den älteren Kindern fehlen in Stuttgart derzeit noch 672 Plätze, um eine Vollversorgung für Über-Dreijährige (Ü3) zu erreichen. Doch auch hier soll die Quote bis zum Ende des Jahres 2026/2027 auf 96,7 Prozent steigen. Um die Nachfrage zu decken, werden 487 neue Betreuungsplätze geschaffen, sodass insgesamt 23.745 Plätze zur Verfügung stehen.
Der Jugendhilfeausschuss hat bereits die Pläne für das Kindergartenjahr 2026/2027 abgesegnet. Neben klassischen Kita-Plätzen sollen 234 zusätzliche Angebote in Spielgruppen, Sprachförderprogrammen und anderen frühkindlichen Bildungsangeboten entstehen.
Der Ausbau der Kinderbetreuung in Stuttgart erfolgt vor dem Hintergrund einer schrumpfenden jungen Bevölkerung. Mit steigenden Versorgungsquoten für Unter- wie Über-Dreijährige strebt die Stadt an, fast flächendeckenden Zugang zu frühkindlicher Bildung zu gewährleisten. In den nächsten beiden Jahren werden hunderte weitere Plätze in Kitas und Förderprogrammen hinzukommen.
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